PEV-Studie skizziert Erfahrungen aus dem Gelderse Valley

Mehrere Geflügelzüchter aus dem Gelderse Valley testen seit November 2017 eine Technik, um die Feinstaubkonzentration in ihren Ställen und damit die Emissionen aus ihren Ställen zu reduzieren. PEV koordinierte dieses Projekt. Von den 21 für das Projekt angemeldeten Innovationen hat PEV zehn ausgewählt. Wichtige Kriterien waren: machbar und bezahlbar, anwendbar in neuen und bestehenden Ställen und führen zu einer Verbesserung des Raumklimas. Acht Innovationen wurden auf Geflügelfarmen getestet und für zwei Innovationen wurde eine Vorstudie durchgeführt. Als Ergebnis wurden vier Verfahren in die nationale Liste „Emissionsfaktoren für Feinstaub in der Nutztierhaltung“ aufgenommen, die Teil der Luftqualitätsbewertungsverordnung (Rbl) ist. Diese betreffen Ionisationstechniken der Firmen Freshlight Agri, Serutech Agri und StaticAir mit einer Reduktion von 31, 52 und 16 Prozent nach Abzug der Unsicherheitsmarge. Mit einer Reduzierung um 25 Prozent befindet sich die vierte Innovation von Smits Agro noch in der Endphase für die Aufnahme in die nationale Liste.

Die Reinigung braucht einfach mehr Zeit

Masthähnchenzüchter Gijs van de Brink aus Ede testete in seinem Stall mit 11.000 Masthähnchen ein Jahr lang die Ionisationstechnologie Dustion von Serutech Agri. In seinem Stall hingen mehrere Stacheldraht 40 Zentimeter unter der Decke. Durch die Spannung an den Drähten werden Staubpartikel statisch aufgeladen und haften an geerdeten stabilen Teilen. Insgesamt wurden sechs erfolgreiche Messungen durchgeführt, mit denen die Technologie mit einer durchschnittlichen Reduzierung von 52 Prozent in nationale Vorschriften aufgenommen wurde. „Es ist eine großartige Technik, die günstig zu erwerben ist“, sagt Van de Brink. Er hat das System in einem seiner beiden Ställe getestet.

Reinigen

Der Geflügelzüchter bemerkt daher einen Unterschied zu seinem anderen Stall, in dem er 13.000 Hähnchen hält. „Man sieht deutlich, dass sich in einem Stall eine Staubschicht bildet und in der anderen nicht.“ Wirkliche Nachteile des Systems kann er nicht benennen. „Die Reinigung braucht einfach viel mehr Zeit. Ich habe ein Dach mit Sandwichpaneelen und dadurch klebt der Staub an allem. Mit zwei Personen verbringen wir eine Stunde länger damit, den Stall zu putzen. Aber ich bin dafür." Ob Van de Brink bei der Feinstaubreduzierung auch technisch im Stall besser abschneidet, kann er nicht sagen. „Die Bedingungen in meinen beiden Ställen sind unterschiedlich. Ich habe zum Beispiel in beiden Ställen unterschiedliche Lüftersysteme, daher ist es schwer zu sagen, ob ich dadurch besser laufe.“ Auch für seinen anderen Stall hat er einen Zuschuss für die Anschaffung einer Anlage beantragt. Stacheldraht-System', will er auch weiter in den Markt schauen: "Ich habe mich noch nicht wirklich mit anderen Techniken beschäftigt, werde es aber tun. Es kann aber auch einfach sein, dass ich mich für Serutech Agri entscheide." Der Kauf von Serutech für seinen zweiten Stall kostet laut Van de Brink zwischen 12.000 und 15.000 Euro. Sein Kompliment möchte der Geflügelzüchter an die Mitarbeiter der Universität Wageningen weitergeben, die nach Maß gekommen sind. „Sie gingen ruhig und die Tiere blieben genauso ruhig. Sie haben sich auch immer ordentlich beraten und Overalls und Stiefel mitgebracht. Es ist wirklich gut gelaufen." Legehennenzüchter Derk van den Top aus Ede wurde 2016 von der Gemeinde zur Feinstaubreduzierung verpflichtet, als er die Baugenehmigung für seinen damals neuen Stall für 12.000 Bio-Legehennen beantragte. Dann entschied er sich für die Technologie von FreshlightAgri. Dadurch konnte er das Licht in seinem Stall optimieren. Außerdem sorgt es für zusätzliches Tageslicht: „Wenn ich in die Scheune schaue, ist es, als würde ich nach draußen schauen. Sie haben ein ganz anderes Klima. Ich trage selbst eine Brille und musste die Brille bei einer Kontrolle reinigen, weil sie verstaubt war, aber heutzutage sind sie sauber, weil im Stall viel weniger Feinstaub ist. Ich fühle mich wohler als zuvor, wenn ich durch den Stall gehe. Das System hat eigentlich keine Nachteile und es ist wartungsfrei.“ Weil ihm die Technik so gut gefiel, installierte er sie 2017 auch in seinem Aufzuchtstall mit 12.000 Legehennen. Die Investitionskosten für beide Ställe lagen zwischen 7.000 und 8.000 Euro. Da er die Ergebnisse nie wirklich auf Papier hatte, entschied er sich, 2019 an der Studie teilzunehmen. „Sie haben es natürlich in der Praxis erlebt, möchten aber auch manchmal die Zahlen wissen. Ich habe die Ergebnisse auf dem Papier gesehen, bin aber nicht wirklich zu neuen Erkenntnissen gekommen.“ Nach sechs Messungen wurde ein durchschnittlicher Reduktionsprozentsatz von 31 Prozent erhalten. Ob er durch die Feinstaubreduktionstechnik im Stall besser läuft, kann er nur schwer sagen. „Die Hühner haben in den letzten Jahren weniger an infektiöser Bronchitis gelitten, aber ob das an der Ionisation liegt, ist schwer zu sagen. Die Hühner fühlen sich wohl. Das sehe ich.“ Weniger begeistert ist Masthähnchenzüchter Marco van Beek aus Lunteren von dem Versuch in seinem Betrieb. Die PMX Agri-Geräte von StaticAir wurden in seinem Beter Leven-Stall mit 28.000 Masthähnchen getestet. Die zigarrenförmigen Geräte enthalten Koronadrähte wie eine Kollektorfläche zur Ionisation. Insgesamt wurden sieben Messungen durchgeführt, davon fünf erfolgreich und zwei aufgrund von Störungen nicht erfolgreich. Fünf Messungen reichen aus, um einen Messbericht an den Technical Advice Pool (TAP) zu übermitteln. Die Reduzierung betrug 26 Prozent Nach Abzüglich der Unsicherheitsmarge blieben 16 Prozent Feinstaubreduktion übrig.“ Die Werte waren enttäuschend oder ohne die Aggregate. Ich habe sowieso nicht viel Staub in meinen Ställen, daher plane ich vorerst nicht in die Feinstaubreduktion zu investieren.“ Van Beek gibt an, dass er zunächst die Messungen auf einem zweiten Betrieb mit der Technik abwarten will.

Zahlen nach Abzug der Unsicherheitsmarge

Das übliche Protokoll schreibt Messungen an zwei Firmenstandorten vor. Die durchschnittliche Reduzierung dieser beiden Standorte wird dann in die nationale Liste aufgenommen. Im PEV-Projekt wurde eine wohlüberlegte Wahl nach Maß an einem Standort getroffen; Es wurde vereinbart, dass bei Aufnahme in die nationale Liste eine „Unsicherheitsmarge“ angewendet wird. Dieser wurde nach einer statistischen Analyse sowohl aktueller als auch älterer Ergebnisse auf 10 Prozentpunkte festgelegt. Wenn an einem zweiten Ort mit den derzeit anerkannten Techniken gemessen wird, verschwindet die Unsicherheitsmarge. Laut Jan Workamp, ​​Projektleiter bei PEV, werden die Optionen ausgelotet.