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KOMBINATION VON LEDS UND IONISATION REINIGT DIE LUFT

Die Topfgerbera-Firma will den Botrytis-Druck in der Versandhalle reduzieren. Dort werden die Pflanzen je nach Absatzgeschwindigkeit einen Tag bis zu einer Woche gepuffert. In dieser Situation sind sie anfälliger als beim Wachstum im Gewächshaus. Die Lilienfirma sucht nach einer Methode, um den Virusdruck während der Kultivierung zu reduzieren und die Energiekosten zu senken.

STABILE LEUCHTEN

Beide Firmen wandten sich an Aad van der Starre und Age Bakker von Freshlight Hortis, da diese Firma gute Ergebnisse mit Stallbeleuchtung in Kombination mit Ionisation erzielt. Bakker: „Durch die Ionisierung können wir den Ammoniakausstoß reduzieren und die Luft in Hühnerställen reinigen. Durch die Kombination von Licht und Ionisierung entstehen weniger Verluste und die Hühner werden schwerer. Dadurch kann der Einsatz von Antibiotika reduziert werden.“

BREITES SPEKTRUM

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Technik auf andere Sektoren ausbreiten würde. Die ersten Ergebnisse bei den Gewächshaus-Gartenbaubetrieben nennt Bakker vielversprechend. Bei der Lilienfirma ersetzen die LEDs eine SON-T-Installation im Gewächshaus, bei der Topfgerbera-Firma ersetzen sie Leuchtstoffröhren. „Das Besondere ist, dass wir Lampen im Programm haben, die fast das gesamte Spektrum des Sonnenlichts imitieren. Außerdem ist das Licht frequenzfrei. Es gibt viele Unterschiede zwischen den derzeit auf dem Markt befindlichen LED-Installationen. Manchmal sind diese Unterschiede schwer zu erkennen In diesem Fall liefern die LEDs mehr Lumen pro Watt, was die Lichtqualität erhöht.“

Wachsen die Pflanzen später aufgrund der guten Lichtqualität besser, erhöht sich ihre Widerstandsfähigkeit. Es scheint bereits, dass die Lilien fester und gleichmäßiger sind, während der Topfgerbera-Züchter sieht, dass sein Endprodukt unter den Lampen weiter wächst. Das ist vorher nicht passiert. Darüber hinaus gab es keinen einzigen Ausbruch von Botrytis.

IONISATION

Kohlebürsten in den Armaturen reinigen die Luft von Feinstaub, Keimen und Bakterien. Dieser Effekt wird durch Ionisation erreicht. Bei dieser Reaktion verliert ein Atom ein Elektron. Diese negativen Elektronen heften sich hauptsächlich an Feinstaub, der dann aufgrund der Schwerkraft als Rückstand zu Boden fällt.

Demnächst bringt das Unternehmen drei neue Lampen auf den Markt. Bakker: „Das Interesse an unserem Produkt ist groß. Wir wissen, dass sie in Krankenhäusern, Büros und in der Landwirtschaft erfolgreich sind. Im Gartenbau müssen sich die Lampen noch bewähren, aber die ersten Signale sind gut.“

Text: Pieternel van Velden

Webseite:HortiNext